Wie hat alles einmal angefangen ...

Ansprache anlässlich der Nachfeier zur ersten Veranstaltung

 

 

Es war an einem Abend im Jahr 1995. Hubert Hanses hatte nach einigen Flaschen Bier die Idee, wir müssen einen alten Dreschkasten kaufen, wieder aufmöbeln und dann machen wir ein Dreschkastenfest.

 

Was an diesem Abend alles relativ einfach erschien, war im nach hinein dann doch etwas komplizierter als gedacht. Der erste Landwirt, der noch einen Dreschkasten hatte und gefragt wurde, ob wir den haben können, hat nur gelacht und die alte Maschine einige Wochen später vom Schrotthänder abholen lassen.

 

Bei Schütte in Oberhenneborn hatten wir dann Erfolg, die gaben uns sogar noch eine Flasche Schnaps dazu.

Donners in Remblinghausen haben noch einen Binder. Ich kenne die Leute aber gar nicht so richtig, ich glaube, die sind immer so knauserig, die können wir nicht fragen. Herz in die Hand, hingegangen und gefragt. Ende vom Lied: trink erst mal Kaffee und was wollt ihr machen. Erzählt und erzählt. Mensch holt euch das Dingen, schmeißt es aber nicht weg, wenn ihr noch mehr braucht, meldet euch.

 

So irrt man sich.

 

Eigentlich stand dieses Dorffest vor einigen Jahren schon auf dem Veranstaltungskalender, da ist es jedoch abgesagt worden, weil im Nachbarort eine ähnliche Veranstaltung eingeschoben worden ist.

 

Ich habe danach versucht, das ursprünglich geplante Fest noch einmal in Kirchrarbach aufzugreifen, fand jedoch keine Zustimmung mehr.

 

Ingo Schmidt hatte dann auf einem Fest ein offenes Ohr. Er meinte, es sollte am Ablauf Dorffest etwas geändert werden, wir müssen darüber mal sprechen. Gesagt getan. Viele Ideen wurden in einen Topf geworfen, dann wurden die besten rausgefischt.

 

Als erstes wurde ein Vorbereitungsausschuß gebildet. Alle 14 Tage eine Versammlung. Jeder bekommt sein festes Aufgabengebiet. Regina Gödde entwirft eine Arbeitsliste, anhand der man genau erkennen kann, ob man seine Aufgabe zu 25%, zu 50% oder voll erledigt hat. Das ganze farbig untermalt. Schlimm ist rot, dann ist noch nichts getan. Der 14tägige Sitzungsrythmus wird auf wöchentlich zurück genommen. Standbetreiber werden nach und nach gefunden.

 

Wir hören die ersten lästernden Stimmen aus dem Dorf. Am Anfang sind die schon sehr lästig, zum Schluss haben wir uns Gott sei Dank eine Schwarte zugelegt. Das Fest muss ein Erfolg werden!

 

Dann das Wetter. Es regnet wochenlang und ununterbrochen. Keine Besserung. 10 Tage vor dem Fest immer wieder der Wetterbericht im Internet. Auf einer Seite für den Festtag Sonne, auf einer Seite nur Regen. Es kommen jedoch immermehr Sonnen-Meldungen. Der Ochse muss geschlachtet werden. Was sollen wir machen? Oder doch lieber auf Würstchen umstellen? Wir nehmen jetzt den Ochen, dann müssen wir halt hinterher jeden Sonntag Ochse essen. Der Ochse zum Metzger, jetzt ist er auch noch deutlich schwerer als geplant.

 

Das Wetter macht sich. Es wird sogar super. In der Woche vorher laufen die Aufbauarbeiten, es sind jede Menge fleißige Hände da. Man muss nichts sagen, alles läuft wie am Schnürchen.

 

Der Festtag; Sonntag morgen 5.30 Uhr kommt der Ochsenbräter – der kommt aber nicht. Ingo und ich haben gewartet bis halb sieben. Dann den Kerl anrufen. Kurze Zeit später die Nachricht jetzt ist er losgefahren. Was war passiert: der Mann war in eine Alkoholkontrolle geraten und mußte erst mal zum Bluttest in Krankenhaus – das Ergebnis ist sauber, kein Alkohol.

 

Dann läuft das Fest. Es sind fast Menschenmassen. Egal ob vollautomatischer Holzspalter, der Ochse am Spieß, die Club-Olympiade, die Prominenten, die Bumbacher Blaskapelle, der Kindermalwettbewerb, Tiere raten, Kinderschminken, Kaffee und Kuchen, alles findet breite Zustimmung. Besondere Beachtung findet auch der historische Teil, Franz Engelhardt auf dem Dreschkaste, die Kaltblüter, das Heueinfahren und und und. Absoluter Höhepunkt das Schweinerennen.

 

Man wird immer wider angesprochen und gelobt. Nur wenig Kritik kommt durch. 18:30 Uhr, das Programm ist durch und es wird ruhiger. Gott sei Dank, dass es vorbei ist.

 

Heute, nachdem wir Abstand gewonnen haben und die Nachfeier stattfindet, steht für uns folgendes fest:

 

Das Fest hat sich gelohnt. Es war ein Anfang, wo man immer Fehler macht. Aber daran können wir jetzt arbeiten. Wir haben hier eine Basis geschaffen, zukünftig ein ganz großes Fest aufzuziehen. Das Progamm kann noch deutlich ausgebaut werden. Wir haben etwas begonnen, wo das ganze Dorf eingebunden werden kann. Auch die Kritiker können sich beim nächsten Mal in hoffentlich positiver Weise einbringen.

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die sich ehrenamtlich so unvoreingenommen eingebracht haben.

 

Allen Helfern gilt ein großes Lob für den disziplinierten Einsatz und ein Danke für die Arbeit.

 

F.L.

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